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WERKSTATT BRIEF Das Magazin der Profilwerkstatt, Juli 2011 Und nu?! Kleines Gerät, große Aufgabe: Warum Tablets für Wirbel sorgen ... und wie die Unternehmenskommunikation damit umgehen kann.

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WERKSTATTBRIEF Juli 2011 PRINT GOES DIGITAL: Medien verschmelzen, und das iPad schlägt eine Brücke zwischen beiden Welten. Deshalb kommt dieser Werkstattbrief in digitaler Optik daher (und die App ganz analog). MAKING-OF Tagebuch eines Applers Redakteur Alexander Pröger über seine erste App-Entwicklung. 4 AWARD Auf dem Treppchen Die Werkstattbrief-App holt eine Silbermedaille beim BCP-Award. 10

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Editorial Mahlzeit! Liebe Leser, verspüren Sie auch dieses Hungergefühl? Wer zum ersten Mal ein iPad in der Hand hält, bekommt automatisch Appetit auf mehr. Der Tablet-PC funktioniert praktisch (Obacht, Wortspiel) wie ein App-etizer. Die neuen Möglichkeiten, Inhalte aufzubereiten, das Umgehen des Medienbruchs und die völlig neue Usability des iPads haben die Corporate PublishingBranche ­ mit Verlaub ­ zum Sabbern gebracht. Leckere Häppchen alleine machen auf die Dauer aber nicht satt. Irgendwann braucht es Butter bei die Fische. Meint: Dass Tablet-PCs Spaß machen und dem Corporate Publishing einen Haufen neuer Perspektiven bieten, haben wir jetzt alle begriffen. Bleibt die Frage: Welche Potenziale sind es denn genau, die sich der B2B-Kommunikation da eröffnen? Und was müssen Unternehmen beachten, wenn sie den Schritt aufs Tablett wagen? Damit die Aufbruchstimmung rund ums Tablet-Publishing nicht wie ein missratenes Soufflé in sich zusammenfällt, muss das Thema nun mit Substanz gefüllt werden. Finden wir jedenfalls und haben deshalb eine Analyse initiiert und die Ergebnisse in ein White Paper einfließen lassen. Die spannendsten Erkenntnisse daraus haben wir für Sie in diesen schmackhaften Werkstattbrief eingebacken. Lassen Sie es sich schmecken, Ralf Ansorge und Martina Keller WHITE PAPER Sieben Thesen zum Tablet Jörg Jelden erklärt, wie das iPad die Kommunikation umwälzt. 12 USABILITY Mit Fingerspitzengefühl, bitte Wer auf dem iPad publiziert, muss dessen Bedienweise beachten. 16 Fotogalerie: Der lange Weg zum Titelbild

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WERKSTATTBRIEF Juli 2011 Tagebuch eines Applers Alexander Pröger Wischen, scrollen, in Experte kann noch so richtiFreitag, 24. September 2010 g p ge Statements abgeben, eine EXPERTEN UNTER SICH Marktanalyse noch so aussageAuf dem Mobile-Markt herrscht Hauen kräftige Aussichten liefern ­ nur wenn und Stechen. Erste Konkurrenten für das es gelingt, diese Informationen emotioiPad drängen in den Markt. Das WeTab nal aufzuladen, verankern sie sich in sorgt für Diskussionen in der Mobileden Köpfen der Zielgruppe. Mobile Szene. Die meisten Käufer erwerben Endgeräte bieten dafür neue Wege abiPads nicht nur, um im Internet zu surseits ausgetretener Kommunikationsfen, sondern um Magazine zu lesen ­ so pfade. Eine Entdeckungsreise, bei der besagt es die Studie "iPad EFFECTS die Profilwerkstatt nach der Entwick2010" von Tomorrow Focus Media. Läuft lung und Umsetzung mehrerer Corpodas WeTab dem iPad trotzdem den Rang rate Publishing-Apps viele neue Erab? Nach dem ersten Praxistest in der fahrungen gesammelt hat. Redakteur Redaktion steht fest: wohl eher nicht. Alexander Pröger hat seine ganz persönlichen Erkenntnisse in einem Tagebuch dokumentiert. Montag, 1. November 2010 g DIAGNOSE: APP-FIEBER Apple meldet weltweite 95,5 (!) Prozent Montag, 30. August 2010 g g Marktanteil mit dem iPad im dritten REBELLION! Quartal 2010 (Strategy Analytics vom Jetzt sind die kleinen Surfbretter schon 03.11.2010). Und auch in der Profilseit drei Monaten im Handel. Die Profilwerkstatt bricht das iPad- und Appwerkstatt hatte eines der ersten FreiverFieber mit dem ersten Auftrag jetzt endkäuflichen ergattert. Ein Großteil der gültig aus. Die Begeisterung ist groß. Menschen ist noch skeptisch, ob sich Aber auch die Unsicherheit. Denn keiner Tablets überhaupt durchsetzen. Aber wir weiß so genau, was am Ende heraussind überzeugt davon ­ zumindest die kommt. Einzelne Ideen gibt es viele, aber Geschäftsführung. Dem einen oder anein Bild fürs große Ganze fehlt noch, deren ist es ein bisschen zu viel des Hyweil es eben keine Vorbilder gibt. Wir pes, es wird getuschelt. Workshops und betreten Neuland. Ich bin gespannt. Seminare zum Thema begleiten plötzlich unseren Alltag. Unser eigenes Kundenmagazin war die erste App aus dem Mittwoch, 3. November 2010 Hause. Ist das iPad wirklich die Zukunft DREIDIMENSIONALES DENKEN der Kommunikation? Ich bin Rebell. Ich Meeting zur geplanten App in der Profilbleibe skeptisch. werkstatt. Die Ideen sprudeln. Haufen-

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Titel staunen Montag, 13. Dezember 2010 g weise Input zu Texten, Filmen und Inter... HAT IMMER GEKLAPPT ... views. Infotainment ist wichtig, denn zu ODER? einer App gehören fundierte InformatioMit den Kollegen sichte ich Inhalte für nen und gute Unterhaltung gleicherdie verschiedenen Rubriken, wir entwimaßen. Schließlich wird das iPad vor alckeln Filmideen und Vorschläge für anilem in der Freizeit verwendet, da sollten mierte Grafiken. Wir überlegen, wie wir die Informationen so leicht wie möglich klassische Inhalte neu aufbereiten köndaherkommen. Die ersten Vorschläge nen. Zeit für Experimente. Und doch gehen zur Abstimmung an den Kunden. bleibt die App in diesem Stadium noch Warten. ganz schön abstrakt: Als Konzept gefangen im Wordformat. In mir keimen Zweifel auf. Wie viel haben die SchulunDonnerstag, 2. Dezember 2010 g gen und die intensive Beschäftigung mit DREI, ZWEI, EINS ... GO! dem Thema gebracht? Vergaloppieren Post vom Kunden mit umfassendem wir App-Vorreiter uns gerade in der PlaFeedback auf unsere ersten Vorschläge. nung? Felix grinst aufmunternd. Er ist Er lässt sich auf das neue Medium ein, länger dabei. Kennt die Phase schon. auch wenn er selbst noch nicht so genau Klappt schon ­ hat immer geklappt. Das weiß, wohin die Reise ihn führt. Denn Dokument macht intern die Runde. wie die App am Ende funktioniert, lässt sich vorher nur theoretisch beschreiben. Aber er vertraut uns und lässt uns maDonnerstag, 16. Dezember 2010 g chen. Wir genießen den Freiraum. Uns PUNKTLANDUNG bleibt viel Gestaltungsspielraum. Bei den Die inneren Werte zählen. Vor allem bei beteiligten Kollegen setzt Euphorie ein: Apps: Wir planen die Inhalte von NN Jetzt geht's richtig los ­ Seitenplanung! "Hier noch ein Hotspot bitte": Maren Schmitt, Felix Schütze und Alexander Pröger bei der App-Arbeit. Fotogalerie: Outtakes zur Titelstory

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WERKSTATTBRIEF Juli 2011 NN Anfang an multimedial, zeigen Ein- Montag, 3. Januar 2011 g LÄUFT! blicke hinter die Kulissen. Wir erfinden Prost Neujahr. Die zwischen den Jahren Elemente, die einen möglichst spielerientwickelten Ideen finden intern Anschen Umgang mit der App ermöglichen klang. Grafikerin Maren setzt sie gestalsollen. Grafiken, hinter denen sich Videos terisch um. Hans schreibt Storyboard um verbergen, Filmbeiträge, die man sich Storyboard und kümmert sich um die nicht komplett anschauen muss, wenn Drehtermine. Felix, Stefan und ich erstelman sich nur für einen kleinen Ausschnitt len Texte und stimmen sie ab. Dazwiinteressiert, die Einbindung von Dokuschen interner Austausch, damit alle auf menten wie PDF-Dateien, die zusätzliche dem Laufenden sind. Viel zu tun, aber Informationen liefern und die App am gute Stimmung. Die Sache läuft. Ende rund machen. Parallel entstehen die Texte: Bitte keine Bleiwüste! Die Beiträge müssen kurz und prägnant sein, den InFreitag, 7. Januar 2011 g halt auf den Punkt wiedergeben. KLAUSURENRÜCKGABE Ein erstes PDF der Applikation geht an den Kunden. Noch nicht animiert, also Mittwoch, 29. Dezember 2010 ohne Filme und andere Spielereien. Das MATHEMODELL STATT SKIPISTE erste Mal, dass wir eine App als PDF an Apps machen Arbeit ­ auch in der Weiheinen Kunden geben. Abstimmungen nachtszeit. Während andere auf Skiern mit Kunden haben für die Mitarbeiter eiverschneite Hänge hinabjagen, bastele ner Agentur oft etwas von Klausurenich an einer Möglichkeit, die Entstehung rückgabe. Man liefert ein Produkt ab, einer komplexen geometrischen Figur von dem man selbst überzeugt ist. Sein darzustellen. Ein kompliziertes matheBestes gegeben, sein Herzblut hineingematischen Modell. Na toll. schüttet hat. Doch wie das Ergebnis ankommt, ist eine ganz andere Frage. Wir warten. Donnerstag, 30. Dezember 2010 g TROMMELWIRBEL! Ich feiere mich selbst. Martin feiert mit. Wir haben soeben das mathematische Modell endlich verstanden und eine Idee Magazin-Apps auf dem iPad eröffnen zur Erstellung einer Grafik entwickelt. dem Corporate Publishing völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten. Welche das Leser der App werden sich selbst eine sind, erfahren Sie in diesem Video. solche geometrische Form bauen können. Sicherlich ein schönes Gimmick für QR-Code-Scanner gibt es kostenlos im die laut Statistik vorwiegend älteren, Apple App Store oder bei Android Market. männlichen, vermögenden und ­ Achtung ­ gut gebildeten Nutzer des iPads ("iPad EFFECTS 2010"/Tomorrow Focus Media). Ich bin gespannt, wie sich die Idee umsetzen lässt. Warten bis 2011, wenn die Technikexperten aus der Grafik wieder da sind.

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Titel Öfter mal ein Schulterblick: Wo eine App entstehen soll, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Grafik gefragt. Mittwoch, 12. Januar 2011 Werk und bestellen nach dem Umsetzen eine erste Testversion bei unserem WoodNEUE RICHTLINIEN Wing-Distributor, dem Anbieter eines Klar: Apps sind ein völlig neues Medium. unserer App-Redaktionssysteme. In der Praxis heißt das zum Beispiel, dass es noch keine eindeutigen Gestaltungsrichtlinien für Apps gibt, die sich in das Samstag, 5. Februar 2011 g Corporate Design des Kunden einpassen. LEAN BACK MEDIUM Ich sitze auf der Couch. Die Freundin Die Folge: Wir richten uns teilweise nach neben mir. Zwischen uns das iPad. Meiden Vorgaben für Printprodukte, teilne Freundin findet das iPad spannend. weise nach den Onlinevorgaben. Und daFür mich ist es Arbeit. Aber Arbeit, die zwischen entwickeln wir eine neue AppSpaß macht. Wir haben die erste TestIdentity. Neuland auch für Marketing version der App erhalten. Ich wische, und Unternehmenskommunikation. Mit scrolle, staune. Mein Spieltrieb ist gewelchen Maßstäben sollen sie die Entweckt. So lässt sich's arbeiten! würfe bewerten? Nicht so einfach auf Basis eines einfachen PDFs, bei dem die ganzen Gimmicks, das Wischen, Tippen und Drehen noch nicht erfahrbar sind. Dienstag, 15. Februar 2011 g BOOMENDE WUNDERFLUNDERN App-Fieber auf allen Ebenen. Aktuelle Zahlen gefällig? Apple hat laut eigenen Angaben mittlerweile weltweit Dienstag, 25. Januar 2011 g rund 15 Millionen iPads verkauft. Hinzu TEST, ONE ­ TWO ­ ONE ­ TWO kommen über 16 Millionen iPhones, so Rückmeldung vom Kunden. Konstrukder Konzern selbst in seiner Quartalstive Kritik. Das neue Corporate Design bilanz. Boom bei den "Wunderflundern" für iPad-Publikationen steht. Die Kritik­ wir arbeiten an der Zukunft! Weil punkte lassen sich lösen, bedeuten aber die App später per Finger navigiert wird noch mal Arbeit. Wir machen uns ans und sich nur bestimmte Zonen zum NN

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WERKSTATTBRIEF Juli 2011 NN Anbringen multimedialer Anwendun- Freitag, 11. März 2011 g gen eignen, besteht Optimierungsbedarf FREIGABE!!! bei den Gestaltungsrichtlinien des KunDas Warten hat ein Ende. Freigabe! Ein den. Das haben wir anhand der Testvergutes Gefühl, aber keine Euphorie. Denn sion festgestellt. Feedback an den Kunjetzt beginnt die zweite Phase gespannden. Der versteht. Das Ergebnis zählt. ten Wartens: Die App geht jetzt an Apple, wo die Inhalte nach strengen RichtliMontag, 28. Februar 2011 g nien geprüft werden. Eine letzte Hürde. "TOOL, DAS BEGEISTERN KANN" Ein letztes Mal Hoffen und Bangen. Die neuen Corporate Design-Richtlinien sind da. Nach Profilwerkstatt-Feinschliff geht die Test-Applikation raus. Beim Freitag, 18. März 2011 g Kunden findet eine hausinterne PräsenJEDER WILL MAL tation statt. Man ist zufrieden: "Gefällt Geschafft ­ die App steht zum Downuns bereits sehr gut. Hier entsteht ein load im App Store bereit. Wir gönnen Tool, das begeistern kann." uns ein Glas Sekt und blicken zurück auf Wochen intensiver Arbeit. Das kleine schwarze Brett macht samt App unter den Kollegen die Runde. Jeder Montag, 7. März 2011 g MUT ZUR FREIGABEVERSION will mal. Auch die Unbeteiligten proVom positiven Kundenfeedback angebieren fleißig. Selten so viel Begeistetrieben, setzen wir die gewünschten Änrung für Technik erlebt. Die Arbeit hat derungen um. Parallel gehen die weitesich gelohnt. ren Planungen voran: Wie soll die App im App Store von iTunes erscheinen? Als Einzel-App oder als Kiosk-Lösung, in Montag, 18. April 2011 g p die man verschiedene Ausgaben inteNACH DER APP IST VOR DER APP grieren kann? Und eine ganz wichtige Ein paar hundert Downloads innerhalb Frage: Wie vermarkten wir die App? eines Monats, und das ganz ohne WerWenn sie nur im Store steht, wird sie bung. Angesichts der geringen Zahl der vermutlich keiner herunterladen. Also Mitglieder dieser sehr speziellen müssen wir mit anderen Medien auf sie B2B-Zielgruppe ein großer Erfolg. In aufmerksam machen ­ zum Beispiel mit den Bewertungsportalen schneidet die dem Kundenmagazin. W App gut ab. Ich will weiter appen! Die Profilwerkstatt erstellt ab sofort nicht nur iPad-, sondern auch Android-Apps. Kundenmagazin-Apps erreichen damit eine noch größere Zielgruppe. Unter dem Suchwort "Profilwerkstatt" finden Sie unsere Apps im Android Market. THE IPAD IS NOT ENOUGH?

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Interview INFORMATIONSTANK fur den Leser Apps faszinieren ihre Leser. Doch so hoch der Lesegenuss auch ist, bei der Umsetzung gilt es einige Tücken zu meistern. Maren Schmitt, Grafikerin in der Profilwerkstatt, erklärt, welche Herausforderungen die Arbeit an einer App mit sich bringt. Alexander Pröger Maren, welche Voraussetzungen müssen Unternehmen aus g Gestaltungssicht erfüllen, wenn sie sich mit einer App positiog pp p nieren wollen? Sie sollten offen für das neue Medium sein und müssen sich beispielsweise Gedanken über neue Gestaltungsrichtlinien machen. Einfach die Vorgaben aus dem Printbereich zu adaptieren, funktioniert erfahrungsgemäß nicht. Zu strenge Gestaltungsrichtlinien schränken die Lebendigkeit und Interaktivität einer App ein und berauben sie oft sogar ihrer Stärken. Was sind Herausforderungen bei der Gestaltung von Magag g g zin-Apps im Vergleich zu Printformaten? pp g Bei der App-Gestaltung muss man sich von Anfang an von der zweidimensionalen Vorstellung lösen und vielschichtig denken, um viele verschiedene Elemente zu integrieren. Gerade der Anwendungsmix begeistert schließlich viele Leser ­ ein bisschen Spieltrieb steckt eben in jedem. Gleichzeitig darf man aber nicht übers Ziel hinausschießen und muss immer den roten Faden im Auge behalten. Wie sieht diese Vielschichtigkeit konkret aus? g Momentan etabliert sich zum Beispiel folgende Herangehensweise: Im Hochformat findet der Nutzer Informationen auf textlicher Ebene. Im Querformat vermitteln wir die Informationen dagegen eher multimedial. So ist es möglich, vergleichsweise viel Inhalt auf wenig Raum zu vermitteln. Ein Informationstank, aus W dem sich der Leser bedienen kann.

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10 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 Werkstattbrief auf dem Treppchen iPad-App des Profilwerkstatt-Kundenmagazins holt Silbermedaille in der Kategorie "Digital Media/Best Application" ­ Zwei Nominierungen für Econ Award. Das Plus fürs iPad Neuigkeiten und Wissenswertes rund um das Thema Geschäftsreisen: "A+", das Kundenmagazin von AirPlus, gibt es ab sofort auch als App. Realisiert wird die elektronische wie schon die Printvariante von der Profilwerkstatt. Neben den Inhalten der gedruckten Ausgabe enthält die App zusätzliche Hintergrundinformationen und multimediale Elemente wie Fotostrecken, interaktive Grafiken und Videos. Durch einfaches Drehen des Tablets kann der Nutzer zwischen den verschiedenen Darstellungsformen wechseln. Im Hochformat stehen ihm die kompletten Artikel der gedruckten Ausgabe zur Verfügung. Dreht er das Tablet ins Querformat, kann er auf zusätzliche multimediale Inhalte zugreifen. AirPlus ist einer der international führenden Anbieter von Bezahl- und Abrechnungslösungen für Geschäftsreisen. Das Kundenmagazin "A+" wird bereits seit dem Jahr 2007 sowohl redaktionell als auch gestalterisch von der Profilwerkstatt betreut. Es enthält neben Neuigkeiten aus der Branche interessante Fallbeispiele, fundierte Expertenstimmen sowie Servicethemen für den Travel Manager. Die iPad-App des ProfilwerkstattKundenmagazins Werkstattbrief hat beim bedeutendsten europäischen Corporate Publishing-Award, dem BCP, eine Silbermedaille abgeräumt. "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Wir haben uns früh mit diesem Medium auseinandergesetzt und ernten jetzt den Lohn dafür", sagt Martin Reimund, Prokurist und Unit-Leiter Corporate Publishing. Mit ihrer App trat die Profilwerkstatt in der Kategorie "Digital Media/Best Application" an. Das Forum Corporate Publishing e. V. verleiht diesen Preis gemeinsam mit den führenden Branchenmagazinen acquisa, Horizont, w & v und der Schweizer Werbewoche. Mit über 600 eingereichten Publikationen ist der BCP-Award der größte CP-Wettbewerb in Europa. Verliehen wurde der Preis am 6. Juli beim BCP-Kongress in Hamburg. Und noch eine Würdigung für die Arbeit der Profilwerkstatt: Die eigene App und eine App, die eine Veranstaltungsreihe für den Kunden Union Investment dokumentiert, ist beim Econ Award nominiert. Der Award wird für die innovativsten Ideen in der Unternehmenskommunikation verliehen und ist einer der bekanntesten Preise im deutschsprachigen Raum. Fotos vom BCP-Award

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News 11 Der Pitchman plaudert. Heute Das Brett und ich Ernsthaft: Früher war alles besser. Da gab es noch gegenseitigen Respekt unter uns Superhelden. Jeder jagt in seinem eigenen Revier, so die ungeschriebene Regel. Keiner macht dem anderen die Fans streitig. Aber die Zeiten haben sich geändert. Konkurrenz macht sich breit ­ in Form eines flachen schwarzen Bretts. Kein Umhang. Kein Catsuit. Flugunfähig! Schande. Fruher Da war ich auf Pitches noch der Hero. Eine Frage der persönlichen Ausstrahlung. Kaum stand ich auf dem Tisch, warfen mir die Damen zärtliche Blicke zu, die Herren neidvolle Bewunderung. Neuerdings beschränken sich die Reaktionen auf meine Person aber immer öfter auf ­ ein müdes Lächeln. Stattdessen will jeder mal das schwarze Brett halten und darauf herumwischen. Hallo? Hallohooo?! Ich bin auch noch da! So etwas schmerzt. Auch Superhelden haben Gefühle. Wenn ich dieses bessere Küchenbrett schon sehe. Da, schon wieder: Vor meinen Augen drängt es sich beim Pitch knallhart in den Vordergrund. Dreht und wendet sich ganz wie es das Publikum will. Lässt sich streicheln, spielt zum Dank hier mal ein Video ab oder blendet dort eine Bildergalerie ein. Fehlt nur noch, dass es schnurrt wie ein Kätzchen. Widerlich. Mir reicht es Das schaue ich mir nicht länger an. Das war definitiv der letzte Pitch, für den ich meine Superkräfte zur Verfügung gestellt habe. Es ist an der Zeit, abzutreten: Der Klügere gibt nach. Ich sehe rosigen Zeiten entgegen, liebe Leute. Werde mich auf den Pitchi-Inseln niederlassen und meinen Ruhestand mit einem Drink in der Hand am Strand zubringen. Pah !"... und auch der Pitchman hat es auf das iPad geschafft", dringt eine Stimme durch meinen Zorn. Hä? Ich? Mit starrer Miene schaue ich auf das Brett. Tatsache ­ da bin ich. Mit Umhang. Mit Catsuit. Mit eigenem Jingle und als Hörspiel. Und Mann ... ich sehe verdammt gut aus. Findet auch das Pitch-Publikum. Da sind sie wieder, die zärtlichen Blicke, das schüchterne Schmunzeln der Damen. Und auch die Herren beugen sich nach vorne, um einen Blick auf mein digitales Ich zu werfen. Kein Neid, Männer, digital kann halt nicht jeder! Harte Zeiten für die Heldenbranche. Das Brett kann von Glück reden, dass es einen kooperativen Kollegen wie mich hat. Bis nächstens, Pitch man Zu viele Buchstaben? Wenn Sie Pitchmans Artikel lieber hören möchten, dann klicken Sie hier.

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12 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 Jörg Jelden, selbstständiger Trend- und Transformationsberater, hat für die Profilwerkstatt ein White Paper mit dem Titel "Corporate Tablet-Publishing ­ wie Tablets die Unternehmenskommunikation revolutionieren" erstellt. Hier seine sieben Thesen auf einen Blick: Sehen Sie hier die sieben Thesen als Film.

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White Paper 13 1. Die Medienlandschaft ­ Inhalte selbst produzieren statt Werbung schalten Corporate Publishing ist das zentrale Wachstumsfeld für Verlage und Kommunikationsagenturen. Unternehmen investieren verstärkt in den Aufbau eigener Medienkanäle und in die Produktion eigener Inhalte. Der Grund: Über diese haben sie die volle Kontrolle. Sie nutzen sie, um direkte Beziehungen zu Investoren, Geschäftspartnern und Journalisten aufzubauen, diese Kontakte zu pflegen und sich bei ihnen zu präsentieren. Das ist mit klassischer Werbung und PR nicht möglich. Online- und Mobile-Formate sind für diese Form der Unternehmenskommunikation besonders im Kommen. 2. Die Geräte ­ Mobile wird zum Leitmedium Zweifelsohne: Tablets und Smartphones sind die Geräteklassen der Zukunft. Sie beginnen PCs und Notebooks zu verdrängen. Es ist wenig verwunderlich, dass alle Gerätehersteller in diesen Markt drängen. Dadurch ist im Moment eine Vielzahl verschiedener Betriebssysteme in Umlauf. Neben Apples iOS etabliert sich Googles OpenSource-Betriebssystem Android. Aber auch Blackberry und Microsoft haben eigene Betriebssysteme am Start. Es fehlt im Moment an einheitlichen, betriebssystemübergreifenden Standards. Programmierer und Entwickler für die einzelnen Betriebssysteme sind heiß umworben. 3. Die Kanäle ­ Tablets werden zur Schaltzentrale der Unternehmenskommunikation Apps und die App-Economy waren das ÜberThema der vergangenen zwei Jahre. Nie zuvor konnte man multimediale Inhalte multisensorisch gestalten beziehungsweise erleben. Apps legen die Basis für vollkommen neue Nutzererlebnisse und Formate. Sie zeigen dem Corporate Publishing völlig neue Wege auf. Apps haben Tablets in das Bewusstsein von Entscheidern gebracht. Aber Tablets haben mehr zu bieten als sogenannte native Apps. Auch der mobile Browser und sogenannte Web-Apps gewinnen an Bedeutung. Sie übertragen die Stärken des Internets auf Tablets und Smartphones. Diese liegen weniger im Nutzererlebnis als in der Verknüpfung mit anderen Angeboten. Bislang stand die Entwicklung von Kundenmagazin-Apps im Vordergrund der Corporate Publishing-Aktivitäten. Zukünftig müssen jedoch alle Online-Aktivitäten von Unternehmen für Tablets optimiert werden. Das gilt auch für die Unternehmenswebsite oder zum Beispiel themenspezifische Microsites. Das erfordert eine klarere Corporate Publishing-Strategie als heute. Die verschiedenen Angebote müssen besser kombiniert und aufeinander abgestimmt werden. 4. Die Nutzer ­ Über Tablets erreichen Unternehmen Entscheider und Meinungsführer Die iPad-Nutzer sind derzeit eher älter, männlich, vermögend und gut gebildet. Es sind Entscheider und Entscheidungsvorbereiter. Das macht Tablets besonders für Corporate Publishing-Aktivitäten im B2B-Bereich interessant. Unternehmen, die ihre Corporate Publishing-Tätigkeiten für Tablets optimieren, können potenzielle Investoren, Geschäftspartner oder Journalisten privat zu Tagesrandzeiten erreichen. Anders als Computer wird das iPad überwiegend morgens am Frühstückstisch oder abends auf der Couch gelesen. In diesem privaten Nutzungskontext ist die Aufmerksamkeitsspanne höher als im hektischen Berufsalltag. 5. Die Formate & Features ­ Besser konnten Unternehmen sich noch nie präsentieren Unternehmen, die auf Tablets präsent sein wollen, sollten mehr bieten als ein adaptiertes PDF. Letztere wirken lieblos und sind überflüssig. Bei der Gestaltung müssen sich eigene Formate erst etablieren. Fest steht, dass sich sowohl die Print-Logik mit ihrer linearen Leseweise und klar definierten Ausgaben als auch die Online-Logik mit besonderer Navigation nicht 1:1 durchsetzen werden. Wichtig ist es, in jedem Fall bei der Gestaltung die Navigation über die Finger zu berücksichtigen. Außerdem sollten die Aktivitätszonen bedacht werden, die durch das Halten des Geräts entstehen. NN Jörg Jelden, Trend- und Transformationsberater aus Hamburg, hat das White Paper für die Profilwerkstatt verfasst.

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14 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 NN 6. Die Vermarktung ­ Mit Tablet-basierten Kundenmedien Aufmerksamkeit erzeugen Der Vermarktung von Tablet-basierten Kundenmedien kommt eine besonders hohe Aufmerksamkeit zu. Unternehmen müssen ihre Inhalte aktiv vertreiben und bewerben. Sie müssen mit einer Vielzahl anderer Marketing- und Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verzahnt werden. Gleichzeitig gilt: Je offener die Formate sind und je kontinuierlicher publiziert wird, desto leichter fällt die Vermarktung. Inhalte können ideal und vergleichsweise günstig über neue Formate wie "Promoted Tweets" oder "Pay with a tweet" beworben werden. Zudem schaffen neue Gimmicks oder Give-aways spannende neue Interaktionsmöglichkeiten mit physischen Objekten. 7. Das Geschäftsmodell ­ Leads generieren, verkaufen und Geld verdienen Corporate Tablet-Publishing ist weit mehr als nur Selbstdarstellung. Es macht die direkte Interaktion mit Kunden möglich. Ohne Medienbruch. Das hat es bislang noch nicht gegeben. Aber das ist noch nicht alles: Unternehmen können Shopanwendungen in ihre Apps integrieren. So wird aus dem Magazin ein Magalog. Zusätzliche Einnahmequellen entstehen über die Integration von Werbeflächen. Anders als gedruckte Kundenmagazine oder Werbung müssen Magazin-Apps keine Kostentreiber sein. Das Corporate Tablet-Publishing ermöglicht es Unternehmen, die steigenden Kosten für die Multimediaproduktion zu neutralisieren. Perspektivisch sind auch positive Erträge denkbar, wenn Unternehmen sich entscheiden, zu Verlegern zu W werden. FEUER 790.000 v. Chr. Forscher streiten, wann genau es losging mit der Beherrschung des Feuers. Fest steht, dass diese der Massenverbreitung des Menschen auf die Sprünge half. Feuer hält schließlich wilde Tiere fern ... Bild: fotolia/Valeev 5000 v. Chr. Das Rad fand möglicherweise als simple Töpferscheibe seinen Ursprung. Kaum tausend Jahre später verbreitete es sich dann rasant: Schlagartig tauchten in mehreren Kulturen gleichzeitig Karren, Wagen oder Wagendarstellungen auf. Bild: iStockphoto/Geoffrey Holman Bild: iStockphoto/Berchtesgaden DAMPFMASCHINE 1712 n. Chr. Von Thomas Newcomen 1712 erfunden, brauchte die Dampfmaschine keine 80 Jahre, um ein absolutes Muss zum Beispiel für die damalige Textilindustrie und den Bergbau zu werden ... und löste so die industrielle Revolution mit aus. Sehen Sie hier die Bildergalerie zum Interview mit Jörg Jelden

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White Paper 15 Die sieben Thesen gibt es auch als Video. Einfach diesen QR-Code mit Ihrem Smartphone lesen. QR-Code-Scanner gibt es kostenlos im Apple App Store oder bei Android Market. SMARTPHONE 1996 n. Chr. Wer hat's erfunden? Die Finnen. Vorreiter des modernen Smartphones war die 1996 auf den Markt gebrachte CommunicatorSerie von Nokia. Während der Nokia Konzern selbst in den vergangenen Jahren eher an Boden verlor, ist das Smartphone auf Erfolgskurs. Im Jahr 2010 war jedes fünfte der 1,6 Milliarden verkauften Handys ein Smartphone. Bild: iStockphoto/Artur Marciniec COMPUTER 1941 n. Chr. In den dreißiger Jahren erfand der Ingenieur Konrad Zuse im Wohnzimmer seiner Eltern eine neuartige Rechenmaschine: Der"Z1" war der erste programmierbare Computer der Welt. Das Reichspatentamt zeigte sich davon jedoch reichlich unbeeindruckt und verwehrte Zuse ein Patent. Die Begründung: die zu geringe "Erfindungshöhe". Bild: iStockphoto/winterling AUTOMOBIL 1886 n. Chr. "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung", erklärte einst Kaiser Wilhelm II. ­ und selbst Gottlieb Daimler erkannte nicht die Tragweite des Autos: "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten ­ allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren." Möp! Bild: iStockphoto/Classix DAS WHITE PAPER in voller Länge erhalten Sie bei Christine Kinze, c.kinze@profilwerkstatt.de, 06151 59902-20

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16 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 Usability und User Experience Was zeichnet eine gute App aus? Da sind zum einen die Inhalte, die überzeugen müssen. Zum anderen entscheidet aber auch die Benutzerfreundlichkeit über den Erfolg einer App. Und da gelten andere Regeln als bei der Gestaltung von Printerzeugnissen oder Internetseiten. Markus Sigmund ür alles gibt es eine App." Mit dieser Aussage wirbt Apple für seinen App Store. Und tatsächlich gibt es inzwischen eine kaum mehr zu überschauende Zahl an Anwendungsprogrammen für moderne Smartphones und Tablets. Doch längst nicht jede App lohnt das Herunterladen oder gar den Kauf. Allzu oft stellt sich schon nach kurzem Gebrauch Enttäuschung ein. Neben wenig interessanten Inhalten sind häufig Umsetzungsmängel die Gründe dafür: Die Menüstruktur ist zu unübersichtlich. Inhalte lassen sich nicht da finden, wo sie vermutet werden. "Bei einer App spielt die Benutzerfreundlichkeit eine besonders große Rolle. Im Vergleich zu anderen Medien ist die Verweildauer sehr kurz und der Nutzer hat weder Zeit noch Lust, sich erst lange eingewöhnen zu müssen", sagt Ralph Bruder, Professor und Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft (IAD) an der Technischen Universität Darmstadt. Doch wann ist ein Produkt eigentlich benutzerfreundlich? Eine Definition liefert die DIN-Norm EN ISO 9241. Der internationale Standard beschreibt die Interaktion zwischen Mensch und Maschine (siehe Seite 19). Danach ist ein Produkt benutzerfreundlich, wenn sich "bestimmte Ziele effektiv, effizient und mit Zufriedenheit" erreichen lassen. "Bei einer App kommt es aber sehr stark darauf an, was ich eigentlich will", erläutert Bruder. So könne es etwa darum gehen, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Informationen aufzunehmen. "Den Reiz mobiler Endgeräte haben aber auch schon immer spielerische Elemente ausgemacht. Das war bereits bei den ersten Handys so", sagt Bruder. Daher werde es auch häufig nicht als Zeitverschwendung empfunden, wenn bei einer App Informationen mit spielerischen Elementen angereichert werden. Im Gegenteil: "Dem Geschäftsführer oder Vorstand, dessen Welt ansonsten durch eine hohe Standardisierung geprägt ist, wird zum Beispiel auf diese Weise die Gelegenheit gegeben, kurzzeitig aus seinem von nüchterner Informationsaufnahme geprägten Arbeitsumfeld auszubrechen." Orientierung an bekannten Formen Viele Apps der ersten Generation nahmen wenig Rücksicht auf die Besonderheiten der Plattform, für die sie bestimmt waren. Meist wurden lediglich ohnehin schon bestehende Inhalte auf das jeweilige mobile Endgerät übertragen. Zusätzliche multimediale Elemente wie Fotostrecken oder Videos suchte der Nutzer in der Regel vergebens. Bei der Gestaltung orientierten sich die Macher an bekannten Formen. Frühe Magazin-Apps zum Beispiel vermittelten konsequent den Eindruck eines gedruckten Heftes: Sie verfügten über ein abge-

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Hintergrund 17 17 schlossenes Format mit klarem Anfang und Ende. Der Nutzer konnte nur linear von Artikel zu Artikel blättern. Vor und zurück: Das war´s. Auf Verlinkungen im Text oder multimediale Zusätze wurde weitgehend verzichtet. Darüber hinaus übten klassische Webseiten einen starken Einfluss auf die Gestaltung von Apps aus. So fanden zum Beispiel das vertikale Scrollen und die Menüleiste am oberen Ende Eingang auf mobile Endgeräte. Anders als bei Magazin-Apps wurde hier auf einen festen Rahmen mit klarem Anfang und Ende verzichtet. Im Vordergrund stand die Aktualität und nicht die klar definierte Abfolge von Inhalten. Über Verlinkungen wurde dem Nutzer die Gelegenheit gegeben, auf andere Themen und Artikel zuzugreifen. Daumen navigieren. Wichtige Inhalte sollten deshalb vor allen in diesen Bereichen erreichbar sein. Demgegenüber orientiert sich die Navigation auf klassischen Webseiten an den Sehgewohnheiten in westlichen Kulturen. Hier beginnt das menschliche Auge oben links mit dem Lesen. Die andere Handhabung fördert zudem den spielerischen Charakter von Smartphones und Tablets. Der berührungsempfindliche Bildschirm verleitet dazu, mit den Fingern nach versteckten Inhalten zu suchen: Der Nutzer ist beim Lesen einer App immer auf der Suche und tippt intuitiv auf alles, hinter dem er zusätzliche Elemente vermutet. Auch kann durch einfaches Drehen des Geräts ein schneller Wechsel der Darstellungsformen vollzogen werden. So lässt sich etwa das Hochformat zum Lesen von Texten nutzen, während gleichzeitig Fotostrecken oder Videos zur Verfügung stehen, wenn das Smartphone oder Tablet quer gehalten wird ­ das weckt den Entdeckergeist im Nutzer. Für die Gestaltung einer App ergeben sich daraus vielfältige Möglichkeiten. Allerdings ist dabei Fingerspitzengefühl gefragt. "Der Nutzer muss sich sofort zurechtfinden können. Werden Inhalte zum Beispiel zu gut versteckt, wird er schnell das W Interesse an der App verlieren", sagt Bruder. Eine eigene Gestaltungslogik entsteht Die Navigation auf Smartphones und Tablets unterscheidet sich jedoch deutlich von der auf klassischen Webseiten. Der Grund dafür ist die grundlegend andere Handhabung: Statt einer Maus hält der Nutzer das gesamte Gerät in der Hand. Die Navigation erfolgt direkt über die Finger ­ insbesondere die Daumen. Unbewusst werden damit die beiden unteren Ecken zu bedeutenden Aktivitätszonen. Links wie rechts lässt sich hier gut mit den Hier blättern, um zum nächsten Thema zu gelangen. gelangen angen. angen. g

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18 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 SCHWER ERREICHBARER BEREICH Medium drehen, um die Inhalte im Querformat zu erleben. LEICHT ERREICHBARER BEREICH LEICHT ERREICHBARER BEREICH

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EN ISO 9241: NORM FÜR DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN MENSCH UND MASCHINE KLEINE DAUMENKUNDE 1. Aufgabenangemessenheit ­ Schnickschnack vermeiden. Ein technisches Gerät sollte seinen Nutzer dabei unterstützen, seine Aufgaben effizient und effektiv zu erledigen. So zeigt es nur die Informationen, die wirklich erforderlich sind. Auf Mäusen oder Tastaturen fristete er nur ein Schattendasein: der Daumen. Doch mit dem Siegeszug der Tablets bekommt er endlich wieder die Bedeutung, die er verdient. Denn der Daumen ist nicht nur der erste und stärkste der fünf Finger einer Hand. Er ist auch der beweglichste. Dafür verantwortlich ist die sogenannte Oppositionsstellung. Gegenüber den anderen Fingern an der Hand ist er um 130 Grad verdreht. Das verbessert die Greiffähigkeit und unterscheidet den Menschen von anderen Primaten. Für die nötige Flexibilität und Stärke des Daumens sorgen insgesamt neun Einzelmuskeln. Um sie zu steuern, sind sogar die verantwortlichen Hirnareale deutlich größer als die der anderen Finger. 2. Selbstbeschreibungsfähigkeit ­ verständlich sein. Der Nutzer erkennt sofort, wo er welche Funktionen findet. Rückmeldungen sorgen dafür, dass der Nutzer jeden Dialogschritt versteht oder zumindest auf Anfrage erklärt bekommt. 3. Steuerbarkeit ­ leichte Bedienung ermöglichen. Der Nutzer sollte immer die Kontrolle über das System haben. Und er sollte einen Vorgang jederzeit unterbrechen können. 4. Erwartungskonformität ­ Hoffnungen erfüllen. Das Programm sollte den Erwartungen entsprechen. Das klingt banal, ist aber gar nicht so einfach. Denn Erwartungskonformität hängt stark von der Erfahrung des Nutzers mit anderen Systemen oder Geräten ab. RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN 5. Fehlertoleranz ­ einiges aushalten. Fehlerhafte Eingaben sollten den Nutzer nicht daran hindern, sein Ziel zu erreichen. Das System sollte Fehler erkennen und dem Nutzer die Möglichkeit zum Korrigieren geben. 6. Individualisierbarkeit ­ Raum für Bedürfnisse liefern. Das Programm bietet dem Nutzer die Möglichkeit, nach individuellen Vorlieben zwischen alternativen Formen der Darstellung zu wählen. Das Tablet ist für die Bedienung mit dem Daumen prädestiniert. Doch Vorsicht: Wie bei allen Tätigkeiten sollte eine einseitige dauerhafte Belastung vermieden werden. Das zeigen die Erfahrungen mit dem häufigen Schreiben von Kurzmitteilungen auf Mobiltelefonen. Eine allzu intensive Nutzung kann die Daumen überlasten und zu einer Entzündung der Sehnen führen. Prominentestes Beispiel für den sogenannten "SMS-Daumen" ist Silvio Berlusconi: Der italienische Ministerpräsident musste im Herbst vergangenen Jahres wegen der auch als Quervain-Krankheit bezeichneten Entzündung operiert werden. Hintergrund 19 7. Lernförderlichkeit ­ eigene Funktionen lehren. Das Programm unterstützt den Nutzer beim Erlernen des Programms, indem es ihm Regeln und zugrunde liegende Konzepte aufzeigt. Hier können Sie die Artikel im Querformat lesen.

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20 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 Smartphones und Tablets im Einsatz Schlaglöcher digital stopfen Unterwegs telefonieren und E-Mails abrufen? Längst nichts Besonderes mehr. Doch die Möglichkeiten, die Smartphones oder Tablets bieten, gehen weit darüber hinaus. SEVEN PRINCIPLES, Unternehmensberatung mit IT-Fokus und seit Ende vergangenen Jahres Kunde der Profilwerkstatt, zeigt Unternehmen, wie sie mit mobilen Endgeräten ihre Prozesse transparenter, effizienter und sicherer machen können. Markus Sigmund ine Straße irgendwo in München. Nach dem strengen Winter klafft auf der rechten Fahrbahnseite ein riesiges Schlagloch. Mitarbeiter der Stadtwerke rücken an. Doch statt wie früher mit Stift und Zettel dokumentieren sie den Schaden und die Ausbesserung nun mit der Kamera ihres Smartphones. "Das geht deutlich schneller und spart damit Kosten. Außerdem reduziert sich die Fehlerquote, da die Fotos gleich mit entsprechender Geoinformation, Datum und Uhrzeit hinterlegt werden", sagt Dirk Schäfer, Geschäftsführer der 7P B2B Mobile & IT Services GmbH. Die Tochtergesellschaft der SEVEN PRINCIPLES AG (7P) ist auf mobile Lösungen für Unternehmen und IT-Services spezialisiert. Für ihre Klienten übernimmt die 7P-Tochter neben der Beratung auch die gesamte Prozesssteuerung, das Rollout sowie die Integration in die bestehenden Systeme. Nahezu in jedem Unternehmen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten Ausschlaggebend für Unternehmen, mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets zur Steuerung ihrer Prozesse einzusetzen, sind in der Regel Effizienzgesichtspunkte. Arbeitszeit, die zum Beispiel unterwegs auf Reisen oder Messen ungenutzt verstreicht, kann so sinnvoll genutzt werden. Besonders interessant sind entsprechende Lösungen daher für Unternehmen, die zum Beispiel viele Außendienst- oder Vertriebsmitarbeiter haben. "Für mobile Endgeräte gibt es aber nahezu in jedem Unternehmen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Das kann auch der kleine Handwerksbetrieb sein, der Smartphones zur Arbeitszeiterfassung seiner Monteure nutzt", sagt Schäfer. Viele Unternehmen haben das enorme Potenzial mobiler Endgeräte aber noch nicht einmal ansatzweise durchdrungen. Hier, so Schäfer weiter, werde sich in den nächsten Monaten und Jahren viel tun. "Dass der Mitarbeiter unterwegs seine E-Mails checken kann, ist natürlich hilfreich ­ so

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Hintergrund 21 richtig spannend wird es aber dann, wenn Unternehmen ganze Prozesse mobil machen. Deswegen sind wir der Meinung, dass die wahre mobile Revolution gerade erst begonnen hat." Wo und wie der Einsatz von mobilen Endgeräten Sinn macht, muss von Fall zu Fall entschieden werden: "Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht immer der Nutzer ­ und nicht die Technologie", erklärt Schäfer. Daher komme der Beratung zu Beginn große Bedeutung zu. Die anschließende Umsetzung gehe dann schneller vonstatten als vielfach angenommen werde. Bei einer Lösung, die auf Microsofts Sharepoint beruht und bei der folglich keine zusätzliche Soft- oder Hardware implementiert werden muss, reichten zum Beispiel schon zwei bis drei Wochen aus. Das Maximum seien zwei bis drei Monate bei der Implementierung von Lösungen für die mobile Instandhaltung. Ein Aufwand, der sich jedoch schnell bezahlt macht: "In der Regel erreichen unsere Kunden den Return on Invest schon innerhalb des ersten Jahres", so Schäfer. Vom unhandlichen groben Klotz zum Massenphänomen Die Voraussetzungen für den Einsatz von mobilen Endgeräten wurden Anfang der 1980er Jahre geschaffen. Das erste Mobiltelefon, das Motorola "DynaTAC 8000X", war noch ein unhandlicher grober Klotz. Bei einer Größe von mehr als 30 Zentimetern wog es rund 800 Gramm. Sein Erfinder, Rudy Krolopp, schaffte es zwar, das von ihm liebevoll "der Schuh" genannte Gerät in den Weiten seines Trenchcoats unterzubringen. Massenmarkttauglich war es damit aber noch nicht. Erst nach und nach wurden Mobiltelefone kleiner und handlicher. Darüber hinaus nahm der Funktionsumfang kontinuierlich zu: Kameras wurden integriert, der NN Anschluss ans Internet hergestellt. "Die mobile Revolution hat gerade erst begonnen." Dirk Schäfer, Geschäftsführer der 7P B2B Mobile & IT Services GmbH Link zu: 7P-group

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22 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 NN Für Geschäftsleute entwickelte sich seit Ende der 1990er Jahre das Blackberry des kanadischen Konzerns RIM zum Maß aller Dinge. Es gilt als das erste Smartphone der Welt. Mit seiner charakteristischen Qwertz-Tastatur wurde es neben dem Telefonieren insbesondere auch zum Lesen und Schreiben von E-Mails eingesetzt. Spätestens seit Apples iPhone sind Smartphones dann zu einem Massenphänomen geworden. Laut Marktforschungsinstitut comscore verfügt inzwischen beinahe jedes vierte Mobiltelefon in Deutschland über einen erweiterten Funktionsumfang. Alleine im vergangenen Jahr ist die Zahl der Smartphone-Nutzer mit 5,1 Millionen neuen Nutzern um 65 Prozent gewachsen. Bedeutung von Smartphones wird weiter wachsen Angesichts dieser Entwicklung dürfte die Bedeutung von Smartphones und anderer mobiler Endgeräte für die Steuerung von Unternehmensprozessen in Zukunft weiter anwachsen. Je nach Einsatzgebiet können neben Apps auch andere Anwendungsprogramme wie Webdienste sinnvoll sein, um Inhalte verfügbar zu machen. Zudem stellt zum Beispiel für Logistikunternehmen die Erfassung der Positionsdaten via Handy eine attraktive Einsatzmöglichkeit dar. "Viele Betriebe sind erstmals während der letzten Wirtschaftskrise auf das Kostensenkungspotenzial durch mobile Endgeräte aufmerksam geworden. Auch wenn die Konjunktur jetzt wieder anzieht, wird durch den unvermindert bestehenden Konkurrenzdruck und technologische Weiterentwicklungen das Thema bei Unternehmen auf der Tagesordnung bleiben", sagt Schäfer. Wer auf den Einsatz von Smartphones verzichte oder diese nur nutze, um zu telefonieren oder E-Mails abzurufen, lasse Potenziale für sein Unternehmen unberücksichtigt und verschlechtere langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit: "Mit Spielereien oder halbherzigen Insellösungen ist es nicht getan. Vielmehr kommt es darauf an, konsequent den gesamten IT- und Businessprozess eines Unternehmens zu analysieren und mit den sich bietenden mobilen Möglichkeiten zu verbessern." Nur auf diese Weise ließe sich das volle finanzielle Potenzial heben, das W moderne Endgeräte bergen. 7P UND DIE PROFILWERKSTATT Die SEVEN PRINCIPLES AG (7P) ist eine international agierende Unternehmensberatung mit IT-Fokus und Anbieter innovativer Lösungen und Services. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Köln. Niederlassungen bestehen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Mannheim, München, Ratingen und Stuttgart sowie im britischen Reading Berkshire und schweizerischen Pfäffikon. Insgesamt beschäftigt 7P mehr als 600 Mitarbeiter. Die börsennotierte Gruppe zählt zu den größten Anbietern von IT-Lösungen im Telekommunikationsmarkt und ist darüber hinaus insbesondere in den Branchen Energie, Finanzen, Logistik und Automotive tätig. Seit Ende vergangenen Jahres betreut die Profilwerkstatt 7P bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Für 7P hat sie eine PR-Kampagne entwickelt, die das Unternehmen vor allem in Fachmedien, in der Wirtschaftspresse und online zum Thema IT-Innovation positioniert und so deren Bekanntheitsgrad erhöht.

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Grafik 23 Wenn der Hype zuschlagt Technische Neuerungen gibt es viele. Einige davon werden als Revolution wahrgenommen, lösen einen Hype aus ­ und lernen dann den harten Boden der Realität kennen. Aber warum ist das so? Kaum jemand hat den Hype so schön erklärt wie Jackie Fenn. Die ehemalige Gartner-Beraterin gilt als Erfinderin des "Hype-Zyklus", den jeder Entwickler kennen sollte. Wie also läuft ein augenscheinlich emotionales Thema wie Begeisterung ab? Aufmerksamkeit 2 Gipfel der überzogenen Erwartungen 5 Plateau der Produktivität 4 Pfad der Erleuchtung 3 Tal der Enttäuschungen 1 Technologischer Auslöser Zeit Phase 1 ­ Technologischer Auslöser: Die Neuerung wird bekannt, das Fachpublikum wird darauf aufmerksam. Phase 2 ­ Gipfel der überzogenen Erwartungen: Enthusiasmus, Emotionen und überschwängliche Berichterstattung treffen auf Kinderkrankheiten und mangelnde Einsatzmöglichkeiten des neuen Produkts. Phase 3 ­ Tal der Enttäuschungen: Von "himmelhoch jauchzend" nach "zu Tode betrübt" ist es oft nur ein kleiner Schritt. Genauso übertrieben wie die Erwartungen am Anfang ist die folgende Enttäuschung, wenn sie nicht sofort erfüllt werden können. Phase 4 ­ Pfad der Erleuchtung: Weniger Erwartungshaltung und Berichterstattung lassen erstmals einen realistischen und unverkrampften Umgang mit der Neuerung zu ­ und lassen die Zufriedenheit wieder ansteigen. Phase 5 ­ Plateau der Produktivität: Vorteile und Grenzen der neuen Technologie sind weithin bekannt, ihre Qualität wird permanent weiterentwickelt und verbessert. Der Hype ist vorbei, das Tagesgeschäft regiert ­ und mit ihm die Produktivität. Grafik 23 Wenn der Hype zuschlagt Technische Neuerungen gibt es viele. Einige davon werden als Revolution wahrgenommen, lösen einen Hype aus ­ und lernen dann den harten Boden der Realität kennen. Aber warum ist das so? Kaum jemand hat den Hype so schön erklärt wie Jackie Fenn. Die ehemalige Gartner-Beraterin gilt als Erfinderin des "Hype-Zyklus", den jeder Entwickler kennen sollte. Wie also läuft ein augenscheinlich emotionales Thema wie Begeisterung ab? Aufmerksamkeit 2 Gipfel der überzogenen Erwartungen 5 Plateau der Produktivität 4 Pfad der Erleuchtung 3 Tal der Enttäuschungen 1 Technologischer Auslöser Zeit Klicken Sie auf die Phasen für eine detaillierte Beschreibung. Phase 1: Technologischer Auslöser: Die Neuerung wird bekannt, das Fachpublikum wird darauf aufmerksam. Phase 2: Gipfel der überzogenen Erwartungen: Enthusiasmus, Emotionen und überschwängliche Berichterstattung treffen auf Kinderkrankheiten und mangelnde Einsatzmöglichkeiten des neuen Produkts. Phase 4: Pfad der Erleuchtung: Weniger Erwartungshaltung und Berichterstattung lassen erstmals einen realistischen und unverkrampften Umgang mit der Neuerung zu ? und lassen die Zufrieden-heit wieder ansteigen. Phase 5: Plateau der Produktivität: Vorteile und Grenzen der neuen Technologie sind weithin bekannt, ihre Qualität wird permanent weiterentwickelt und verbessert. Der Hype ist vorbei, das Tagesgeschäft regiert ? und mit ihm die Produktivität. Phase 3: Tal der Enttäuschungen: Von ?himmelhoch jauchzend? nach ?zu Tode betrübt? ist es oft nur ein kleiner Schritt. Genauso übertrieben wie die Erwartungen am Anfang ist die folgende Enttäuschung, wenn sie nicht sofort erfüllt werden können.

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24 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 blick uber den 17 Corporate Publisher auf einer Rundreise durch die New Yorker Kommunikationswelt ­ Martin Reimund über schlurfige Führungsteams, fiktionales Unternehmens-TV und die Frage, ob auf der anderen Seite des Großen Teichs tatsächlich alles besser, schneller und weiter ist. Martin Reimund ontagmorgen, 8.30 Uhr, irgendwo in Manhattan: Mit dem Fahrstuhl hoch in die Büros von Kick App ­ einem Anbieter von Software, mit der Unternehmen Social MediaAnwendungen und Webseiten aus einer Hand steuern können. Es geht durch eines jener Büros, die es zu Tausenden in New York gibt. Lange Riegel, an denen meist noch recht junge Mitarbeiter wie aufgereiht an der Stange sitzen und vor Monitoren mit Kopfhörern in den Ohren ihrer Arbeit nachgehen. Hinter der kleinen improvisierten Snackbar geht es hinein in den selbst für US-Verhältnisse eher nüchternen Konferenzraum, in dem uns der erste von insgesamt zehn Vorträgen in den nächsten 60 Stunden erwartet. 17 Corporate Publisher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Holland haben sich der gemeinsam vom Forum Corporate Publishing (FCP) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) organisierten Rundreise ange- schlossen. Eine Rundreise durch die Kommunikationswelt von heute und morgen, durch Print, Werbung und Social Media. Eine Rundreise durch Manhattan, dem immer noch nachgesagt wird, dass es in Sachen Medien und Kommunikation Europa ein Stück weit voraus ist. Auch New York kocht nur mit Wasser Nun gut ­ was Kick App zu erzählen hat, ist nicht langweilig. Social Media-Anwendungen in den klassischen Onlinebetrieb zu integrieren hat ja was. Für den Auftakt ganz okay, denken sich die meisten, die eher von den Büros und dem schlurfigen Auftreten des Führungsteams überrascht sind. Und hier schon ein Gedanke, der uns die restlichen beiden Tage begleiten wird: New York ist inhaltlich vorn, aber auch hier wird nur mit Wasser gekocht. Sicher gibt es spannende Unternehmen mit einzigartigen Geschäftsmodellen wie etwa Alloy Digital, die

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Reisebericht 25 werkstattrand 82.7 % TabletComputer 40.4 % e-BookReader "Welche Bedeutung werden diese mobilen Endgeräte für das Corporate Publishing in Zukunft haben?" Die befragten 52 Unternehmen messen Tablet-Computern die größte zukünftige Bedeutung zu. Quelle: CP-Barometer Frühjahr 2011 ­ Tablet Publishing (zehnvier GmbH research & strategy; EICP European Institute for Corporate Publishing) 67.3 % Laptop Notebook Netbook 34.6 % Smartphone, Blackberry neben Büchern für Teenager auch fiktionales Unternehmens-TV entwickeln: Corporate Soaps für das Internet, finanziert von großen Konsumgüterherstellern. Oder Buddy Media, eine junge, aufstrebende Company, die eine Software programmiert hat, mit der Unternehmen ihre Facebookseiten optimieren und pflegen können. Und zwar sprach- und pro- duktübergreifend. Doch nicht immer ist das, was wir sehen, so weit entfernt von dem, was wir in Europa nicht auch schon realisieren. Die Reise liefert vor allem unvergessliche Eindrücke vom Arbeitsalltag in Manhattan. Hier werden sämtliche Klischees bedient: Genies, mal eher Nerd, mal eher Exzentriker. Oder ehrgeizige junge Frauen, die NN Bildergalerie New York

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26 WERKSTATTBRIEF Juli 2011 VORTEILE DES TABLET-PUBLISHING (UNTERNEHMEN) Die größten Vorteile des Tablet-Publishing liegen für die Unternehmen in der Multimedialität sowie in den Interaktionsmöglichkeiten. 67,3 65,4 38,5 38,5 32,7 21,2 15,4 13,5 7,7 0,0 Darstellung verschiedener Medienformen Interaktions- und Dialogmöglichkeiten mit Nutzern Ortsunabhängige Nutzung von CP-Inhalten Nutzung eines innovativen Kanals bzw. Endgeräts Effiziente und günstige Distribution Ansprache neuer Zielgruppen Emotionalisierung von CP-Inhalten Hohe Gestaltungsfreiheit und Gestaltungsqualität Offline-Nutzung von Online-Inhalten Höhere Akzeptanz für Werbung 52 Unternehmen wurden befragt: "Welches sind aus Ihrer Sicht die drei größten Vorteile, die Tablet-Publishing im Rahmen der Unternehmenskommunikation bietet?" (Angaben in Prozent, Quelle: CP-Barometer Frühjahr 2011 ­ Tablet Publishing; zehnvier GmbH research & strategy; EICP European Institute for Corporate Publishing) NN man sich auch gut in amerikanischen TV-Serien wie Sex and the City vorstellen könnte. Und natürlich gibt es auch den Typ amerikanischer Ignorant, der Interesse heuchelnd fragt, ob denn das iPad in Deutschland auch so beliebt sei. Apropos iPad: Unvergesslich bleibt der Besuch bei der Wonderfactory, dem Unternehmen, das ganz nah dran war an der Entwicklung der ersten Magazin-Apps für das iPad. Von ihnen stammt unter anderem das Video für Sports Illustrated, das zeigt, wie das Magazin auf dem Tablet funktionieren würde. In der Branche sorgte das Video seinerzeit für großes Aufsehen ­ denn zu dem Zeitpunkt, als es entstand, hatten die wenigsten Menschen ein iPad überhaupt erst gesehen. Die beiden Gründer und Geschäftsführer sind skurrile Typen, statten ihre Büros mit schrägen Möbeln aus, tarnen den Eingang zu ihrem Büro mit einer Geheimtür in einer Regalwand und sind allein deswegen schon einen Besuch wert. Derzeit basteln sie an einem neuen Online-Geschäftsmodell für die klassische Tageszeitung, das auch mobil funktionieren soll. Ein spannender Werkstattbericht, der ganz klar zeigt, dass mobilen Anwendungen in der Kommunikation die Zukunft gehört. Ausprobieren im Labor Dann der vermeintliche Höhepunkt: ein Blick in das Digital Lab von Ogilvy. Hier in New York steht das Vorbild für drei weitere dieser Labore, mit denen die WerbeGesagentur technische Innovationen ausprobiert. Mit viel öffentlichem Tamtam wurden diese Büros promoted. Am spektakulärsten bei diesem Besuch ist allerdings der atemberaubende Ausblick auf Upper Manhattan und seine unverwechselbare Skyline. Im Lab selbst dann ein paar Schmankerl wie der Fernseher, bei dem man ganz ohne Brille dreidimensional sehen kann. Bei e Hier gelangen Sie zu einer Grafik über den Einsatz von Tablet-Publishing

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Umfrage 27 Wodkawerbung etwa entsteht der Eindruck, die Flasche drehe sich nicht im, sondern vor dem Bildschirm. Oder ein Mini-Hologramm, das in eine Glaspyramide projiziert wird. Technik ist wichtig, aber nicht alles Unter dem Strich beeindrucken bei dieser Reise aber weniger die technischen Effekte, eher einzelne Beispiele für innovative Konzepte. Etwa wenn der Marketingchef von Meredith, einem der größten Corporate Publisher der USA, davon berichtet, dass sein Unternehmen über einen Pool mit Daten von über 80 Millionen US-Haushalten verfügt. Kein Wunder, dass Direktmarketing hier der Zukunftsbereich ist. Oder wenn Simon Kelly von Story Worldwide schildert, wie es ihm durch Storytelling gelungen ist, sich nicht nur als Corporate Publisher zu positionieren, sondern auch als Berater zur Markenführung. Dabei wird deutlich: Technik ist wichtig, aber nicht alles. Am Ende geht es vor allem um die Inhalte, denn ohne die hilft auch die beste Technik nichts. All die Vorträge und Gespräche lassen am Ende keinen Zweifel: New York ist und bleibt für die Agenturwelt eine ganz besondere Stadt, weil sie Kreative anzieht und hier ganz besondere Ideen geboren werden. Doch die Jahre Vorsprung, die die USA in der Kommunikation einmal hatte, dürften zumindest im Corporate Publishing auf nicht viel W mehr als eine Nasenlänge geschmolzen sein. Lars Wöhler, Geschäftsführer darmstadtium, Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH & Co. KG: "Tablets transportieren Emotionen. Ihre Interaktivität und Darstellungsbrillanz helfen uns bereits, uns auf Messen oder im Vertriebseinsatz greif- und erlebbar zu machen. Schnelligkeit, Mobilität und Emotionen sind daher auch die Treiber, die ich für den weiteren Ausbau des Tablet-Einsatzes sehe!" "WELCHE ROLLE SPIELEN IHRER MEINUNG NACH TABLETPCS FÜR DIE UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION?" Patrick Natasadu, ProPublish AG: "Das Thema Tablet-Publishing ist im CP noch nicht wirklich angekommen. Weder die Chancen der Außendarstellung als innovatives Unternehmen, die schnelle Verfügbarkeit von Marketinginformationen ­ national wie international ­ noch die Möglichkeiten der internen Unternehmenskommunikation ­ Handouts, Schulung und Vertrieb ­ werden zurzeit ernsthaft in den Unternehmen genutzt. Somit besteht für Unternehmen, die genügend Innovationskraft haben, die Chance, mit guten Tablet-Umsetzungen im neuen Markt des Tablet-Publishing zu überzeugen."

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Herausgeber: Profilwerkstatt GmbH Rheinstraße 99.3, 64295 Darmstadt T +49 (0) 6151 59902-0 F +49 (0) 6151 59902-79 info@profilwerkstatt.de www.profilwerkstatt.de Verantwortlich: Martin Reimund (V. i. S. d. P.) Redaktion: Katharina Mandlinger, Alexander Pröger, Carina Troll, Markus Sigmund, Jessica Rosenthal Art-Direktion: Annika Sailer Illustration & Gestaltung: Maren Schmitt Druck: HMD-Druck GmbH & Co KG, 64347 Griesheim © 2011 by Profilwerkstatt GmbH www.newsroom.profilwerkstatt.de NEWSROOM www.facebook.com/profilwerkstatt www.twitter.com/profilwerkstatt www.youtube.com/user/Profilwerkstatt www.flickr.com/photos/Profilwerkstatt/ SAVE THE DATE! Das zehnte Forum für Vordenker der Profilwerkstatt findet am 26. Oktober 2011 statt. Die CO2-Emissionen dieses Produkts wurden durch CO2-Emissionszertifikate ausgeglichen. klimaneutral gedruckt Zertifikatsnummer: 707-53524-0711-1088 www.climatepartner.com Klicken Sie unten, um die Profilwerkstatt im Netz zu besuchen